Deutschland & Welt

O-Ton Bayern 2: Markus Ferber

CSU-Politiker hält Internationalen Währungsfonds für "naiv"

vor 7 Monaten

Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber hat die Rolle des Internationalen Währungsfonds (IWF) in der Griechenland-Krise scharf kritisiert. "Ich halte den Ansatz des IWF für sehr naiv," sagte Ferber in der Bayern 2-radioWelt.

Ferber: "Die Schulden, die insbesondere aus dem europäischen Rettungstopf kommen, tun Griechenland im Moment nicht weh. Weh tun nur die Schulden des IWF und der EZB." Deshalb sei der IWF Teil des Problems und sollte demnach auch einen Teil zur Lösung beitragen.

Der IWF hatte wiederholt einen Schuldenschnitt für Griechenland gefordert. Das lehnt Ferber ab.

"Wenn Sie sich den Gesamtschuldenstand Griechenlands anschauen, dann ist der natürlich zunächst erdrückend. Wenn Sie sich aber die Laufzeiten und die Zinslasten aus den Krediten anschauen, dann ist das Ganze stemmbar."

Ferber sprach sich dafür aus, den IWF bei der Finanzierung Griechenlands "an Bord zu halten". Auf Griechenland müsse weiter Druck ausgeübt werden, beschlossene Reformen auch durchzuführen.

"Den Druck aufrechterhalten, kann man am besten dann, wenn der mit an Bord ist, der über die Expertise und über die Rechtsinstrumente verfügt, Dinge auch durchzusetzen, und das ist der Internationale Währungsfonds."






Quelle: radioWelt
21.02.2017 - 05:05 Uhr

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