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SEK-Einsatz: "Reichsbürger" schießt im Allgäu um sich

vor 4 Tagen

Ein "Reichsbürger" hat in Dietmannsried im Oberallgäu mehrfach mit einer Waffe geschossen und einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Ein SEK-Kommando konnte den 44-Jährigen erst heute Morgen festnehmen. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.

Der Mann habe gestern gegen 22 Uhr zweimal hintereinander mehrere Schüsse abgegeben, teilte die Polizei in Kempten mit und bestätigte dem BR, dass es sich um einen "Reichsbürger" handelt.

SEK-Kommando aus München nimmt Mann fest

Polizisten hatten die ganze Nacht das Haus des Mannes umstellt. Das Gebiet wurde weiträumig abgeriegelt. Nachdem es in der Nacht nicht gelungen war, mit dem Mann zu reden, stellten ihn Spezialkräfte aus München gegen 7.30 Uhr im Haus. Laut Polizei ließ er sich widerstandslos festnehmen. Anschließend durchsuchten die Ermittler stundenlang die Zimmer.

Der Mann habe keine Waffenerlaubnis und sei der Polizei bereits bekannt gewesen, sagte ein Sprecher. Mit welcher Waffe, warum und ob er auf ein bestimmtes Ziel gefeuert hat, ist noch nicht bekannt. Das soll die Vernehmung ans Licht bringen.

Verfassungsschutz beobachtet "Reichsbürger"

"Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik sowie deren Behörden und Gesetze nicht an. Die Bewegung wird inzwischen bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet. Zuletzt hatten "Reichsbürger" in Bolsterlang, ebenfalls im Oberallgäu, für Schlagzeilen gesorgt.

Quelle: Regionalnachrichten aus Schwaben
07.12.2017 - 14:03 Uhr

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